Die Geburt – das Baby macht sich auf den Weg

Die Geburt - 21040503 - Luggage baby © Daxiao Productions - Fotolia

Aufregend, neu, toll! Die Geburt geht los! Nun heißt es Ruhe bewahren und nicht in Streß zu geraten. Erfahren Sie hier alles Wichtige rund um die Geburt. Und: Klinikkoffer nicht vergessen!

Die Geburt beginnt. Jetzt ist es soweit. Ihr Baby macht sich auf den Weg. Nach hoffentlich wunderschönen, aber bestimmt unvergesslichen, 40 Wochen ist Ihr Baby nun bereit, den Weg in eine neue Welt anzutreten. Wenn es dann endlich losgeht, steigt die Aufregung und Vorfreude ins unermessliche, gemischt mit ein wenig Sorgen vor dem Ungewissen. Aber keine Angst. Sie sind in guten Händen und niemals allein!

Ruhig bleiben, wenn es losgeht!

Egal, für welche Art der Entbindung Sie sich entschieden haben. Sie werden stets bestens versorgt sein. Alle Hebammen, Ärzte und Ärztinnen werden Ihr Bestes geben, um Ihr Kind heil und gesund auf die Welt zu bringen. Das Wichtigste ist nun, nicht in Stress oder Panik zu geraten, wenn die Wehen stärker werden oder Ihre Fruchtblase geplatzt ist. Erinnern Sie sich an das, was Sie im Geburtsvorbereitungskurs gelernt haben. Dort haben Sie alles Wichtige rund um die Geburt, Eltern werden, den Kreißsaal, Dammschnitt und Entbindung besprochen. Sie werden nicht alleine sein.

Die geburtsvorbereitende Akupunktur kann die Dauer der Geburt deutlich verkürzen. Ihre Hebamme kann Ihnen hierzu ausreichend geben.

Wann beginnt die Geburt?

Für Sie als Schwangere beginnt die Geburt mit den ersten Wehen. Durchschnittlich kann man sagen, dass eine Geburt bei Erstgebärenden ca. 13 Stunden dauert, 8 Stunden bei Frauen, die bereits ein Kind geboren haben. Um den Vorgang der Geburt zu beschleunigen, kann die geburtsvorbereitende Akupunktur einen wesentlichen Beitrag für eine entspannte und schnellere Geburt leisten. Für die Hebamme beginnt die Geburt erst, wenn die Wehen zum Verkürzen des Gebärmutterhalses und zum Öffnen des Muttermundes beitragen. Ein eindeutiges Zeichen für den Beginn der Geburt ist das Platzen der Fruchtblase.

Die Phasen der Geburt

Es gibt verschiedene Phasen, die Sie unter der Geburt durchlaufen.

  • Die Eröffnungsphase der Geburt
  • Die Austreibungsphase der Geburt
  • Die Nachgeburtsphase der Geburt
Die Eröffnungswehen ziehen die Gebärmutterwand nach oben. Dadurch wird das Baby nach unten gedrückt und der Muttermund geöffnet.

Die Geburt: Eröffnungsphase

Die normale Geburt, auch Spontangeburt, unterteilt sich in drei Phasen. Die erste Phase wird Eröffnungsphase genannt. In dieser Phase treten die sogenannten Eröffnungswehen ein. Durch sie wird der Muttermund geöffnet und der Gebärmutterhals verkürzt. Die Dauer der Wehen beträgt in der Eröffnungsphase ca. 60 Sekunden und treten anfangs ca. alle 15 Minuten auf, im späteren Verlauf erhöht sich die Wiederholung auf 2-3 Wehen je 10 Minuten. Für Sie als Schwangere ist hier wichtig, dass Sie nicht verkrampfen. Sind Sie entspannt, öffnet sich der Muttermund in der Regel hormonell bedingt wesentlich schneller und leichter. Bestimmte Atemtechniken können hier zur Entspannung beitragen. Nun folgt die Übergangsphase, welche Teil der Eröffnungsphase ist. Sie findet in der Endphase der Eröffnungsphase statt. Die Wehen werden häufiger, die Schmerzen stärker und der Kopf ihres kleinen Babys tritt durch Ihr Becken Richtung Ausgang.

Die Geburt: Austreibungsphase

Die nächste Phase ist die Austreibungsphase. Diese Phase entsteht, wenn der Muttermund vollständig geöffnet ist (10 cm). Nun treten die Wehen alle 2 Minuten auf.

Die Nachgeburtsphase

Die letzte Phase der Geburt ist die Nachgeburtsphase bzw. Plazentaphase. Wenn Sie es bis hierher geschafft haben, ist Ihr Baby auf die Welt gekommen und Sie warten nun auf die Geburt der Plazenta. Diese sollte unmittelbar auf die Geburt Ihres Babys folgen.

Bereits einige Wochen vor der Geburt sollten Sie alles Notwendige beisammen haben. Höchste Zeit also, den Klinikkoffer zu packen.

Ist Ihr kleiner Schatz einmal auf der Welt, ist es wichtig, sofort Köperkontakt herzustellen. Dazu wird Ihnen Ihr Neugeborenes auf die Brust gelegt. Sie können nun die ersten Versuche starten, zu stillen. Es beginnt nun das sogenannte Bonding. Sie werden genau in diesem Augenblick merken, dass sich alle Strapazen und Schmerzen gelohnt haben, die Sie in den letzten 40 Wochen aber vor Allem in den letzten Stunden auf sich genommen haben.

Nun ist es an der Zeit, die Nabelschnur zu durchtrennen. Dies kann durch Arzt bzw. Hebamme geschehen, üblich ist aber die Durchtrennung der Nabelschnur durch den Vater des Kindes, sofern dieser Ihre Begleitperson ist.

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