Wochenbett: Zeit für mich und mein Baby!

Wochenbett
Das Wochenbett - Zeit für mich und mein Baby. 45620883 - Wochenbett © thingamajiggs - Fotolia.com

Im Wochenbett finden Sie Zeit, die Schwangerschaft und die Geburt zu verarbeiten. Sie erholen sich von den Strapazen der letzten Monate und erleben Momente voller Glück mit Ihrem Baby!

Das Wochenbett ist die erste Zeit, die Sie gemeinsam mit Ihrem Baby verbringen werden. Für alle Eltern, insbesondere aber für alle Mütter, eine aufregende Erfahrung. In dieser Zeit können Sie sich von der Schwangerschaft und den Strapazen der Geburt erholen. Üblicher Weise dauert die Zeit, die man als Wochenbett bezeichnet, 6 bis 8 Wochen. Ob im Krankenhaus oder Zuhause: Es ist eine wichtige Zeit für Mutter und Kind, die Sie genießen sollten.

Alles übers Wochenbett

Die Zeit im Wochenbett beginnt mit der Geburt Ihres Babys und dauert in der Regel 6 bis 8 Wochen. Sie können die ersten Tage sowohl im Krankenhaus verbringen, oder auch direkt nach Hause gehen, und in intimer Atmosphäre die Zeit mit Ihrem Kind genießen. Obwohl heutzutage auch schon viele Frauen ambulant entbinden, bleiben die meisten immer noch für einige Tage in der Klinik. Die nun anstehende Zeit im Wochenbett ist als Erholung für Sie als frisch gebackene Mutter gedacht. So haben Sie Zeit für sich und Ihr Baby. Sie fangen an, eine Bindung zu Ihrem Kind aufzubauen. Außerdem finden Sie Zeit, um sich von den Anstrengungen der Geburt zu erholen. Idealerweise werden Ihnen nun vom Klinikpersonal viele nützliche Tipps sowie wichtige Informationen rund um Ihr Baby und die nun bevor stehende Zeit gegeben. Eine Zeit voller neuer Erfahrungen und Erlebnissen. Aber auch eine Zeit, in welcher Sie viel Hilfe und Unterstützung benötigen werden. Aber dafür gibt es ja die Hebamme. Die Hebamme ist in der Nachsorge Ihr ständiger Ansprechpartner. Sie steht mit Rat und Tat zur Seite und hat auch in schwierigen Situationen ein offenes Ohr für Sie.

Wie lange dauert das Wochenbett

Das Wochenbett umfasst die Rückbildung aller schwangerschaftsspezifischen Veränderungen des weiblichen Körpers in den Ausgangszustand. Dazu zählen die Rückbildung der Gebärmutter, die Heilung etwaiger Geburtsverletzungen, sowie die Erholung von den Anstrengungen der Geburt. Das Wochenbett dauert insgesamt 6 bis 8 Wochen. Und diese Zeit sollten Sie sich nach der Schwangerschaft und nach der Geburt auch für sich nehmen. Ebenso sollte in dieser Zeit kein Geschlechtsverkehr stattfinden, da es mitunter sehr schmerzhaft für Sie sein kann und auch ein großes Risiko besteht, an einer Infektion zu erkranken. Daher: Mindestens 6 bis 8 Wochen nach der Geburt kein Sex.

Wissenswertes: Stillen beschleunigt die Rückbildung der Gebärmutter.

Betreuung im Wochenbett

Für die Betreuung im Wochenbett ist Ihre Hebamme zuständig. Sie kommt nach der Geburt gerne zu Ihnen nach Hause, und ist in der Rückbildung und bei Komplikationen und allen Fragen rund um Ihr Baby eine wahre Unterstützung. Die Betreuung umfasst alle Fragen, die im Wochenbett auftreten.

Das Wochenbett in der Klinik

Wenn Sie sich entschieden haben, einige Tage in der Klinik zu bleiben, werden Sie kurz nach der Geburt auf Station gebracht. Dies ist dann die sogenannte Wöchnerinnen-Station. Auf dieser Station wird Ihnen Ihr Baby normalerweise mit auf Ihr Zimmer gegeben. Rooming In, nennt man dies. So kann bei Komplikationen schnell gehandelt werden. Für Sie also optimal, die erste Zeit mit Ihrem Baby zu genießen. So lange Sie nicht mit zu vielen anderen Wöchnerinnen auf einem Zimmer liegen. Bedenken Sie, dass Sie in der Klinik zwar eine Art rund um die Uhr Betreuung genießen, jedoch nie wirklich alleine sind. Bettnachbarinnen und deren Babys, Sie bekommen Besuch, Ihre Bettnachbarinnen bekommen besuch, Bettenmachen, Essen bringen, Zimmer saugen / aufräumen, das ganze Laufpersonal und, und, und kann unter Umständen sehr anstrengend werden. Je nach Dienstplan haben Sie verschiedene Hebammen, die Sie betreuen. Nach etwa 3 bis 4 Tagen werden Sie die Wöchnerinnen-Station wieder verlassen und dürfen nach Hause gehen.

Das Wochenbett Zuhause

Sie können sich aber auch dazu entscheiden, ob Sie das Wochenbett in der Klinik beginnen, oder ob Sie direkt nach Hause gehen. Also ambulant Entbinden. Im Gegensatz zu den ersten Tagen in der Klinik ist die ambulante Entbindung natürlich sehr viel persönlicher, weil Sie direkt nach Hause gehen und in vertrauter Atmosphäre die ersten Stunden mit Ihrem Kind auskosten können. Das Wichtigste beim Wochenbett Zuhause ist, dass Sie eine kompetente Hebamme haben, die Ihre Nachsorge übernimmt und Ihnen mit Ihrem ganzen Fachwissen, einer Menge Zeit und Geduld an Ihrer Seite steht. Ein entscheidender Vorteil, das Wochenbett Zuhause zu beginnen, ist, dass Sie absolute Ruhe haben, nur die Menschen um sich finden, die Sie auch wirklich da haben wollen und die Zeit mit Ihrem Baby einfach nur genießen können.

Baby Blues im Wochenbett

Der Baby Blues tritt in den ersten Tagen vom Wochenbett bei vielen Frauen ein. Er ist eine sehr weinerliche Zeit, in der die hormonelle Umstellung beginnt und das Erlebte (Geburt, Schwangerschaft) verarbeitet wird. Diese Zeit kann bis zu 8 Wochen dauern und vergeht meist von allein. Machen Sie sich nicht zu viele Gedanken. Sie haben keinen Grund an sich zu zweifeln. Ihre Gefühle fahren Achterbahn und diese neue Situation ist meist schon sehr anstrengend. Es ist also absolut verständlich, dass Zweifel und Ängste aufkommen. Ein Grund zur Sorge ist das aber noch nicht. Nach ein paar Tagen sollte diese Zeit vorbei sein. Wichtig: Sprechen Sie offen über Ihre Gefühle, Ängste und Sorgen. Sowohl mit Ihrem Partner, mit Ihrem Umfeld als auch mit Ihrer Hebamme. Gerade die Hebamme ist ein wichtiger Ansprechpartner in dieser Zeit. Ohne den Männern jetzt auf die Füße treten zu wollen: Aber Männer können diese Gefühlsschwankungen oft nicht nachvollziehen oder gar verstehen und fühlen sich meist mit der Situation überfordert. Daher können Sie selten helfen. Tipp: Nehmen Sie es Ihm nicht übel! Wie sollte ein Mann auch diese Zeit verarbeiten oder verstehen können, so wie Sie? Sie erleben ja komplett unterschiedliche Eindrücke und Gefühle. Tipp für den Mann: Einfach nur zuhören und Verständnis zeigen kann Ihre Partnerin bereits stark aufmuntern!

Wochenbettdepression

Im Wochenbett kann es aber auch zu erheblichen Depressionen kommen. Dies ist aber eher selten der Fall. Sollte dem so sein, erkennt dies meist die erfahrene Hebamme und kann rechtzeitig gegensteuern, bzw. die richtigen Maßnahmen einleiten, um Ihnen zu helfen.

Das ist gut für Sie!

Für die Rückbildung im Wochenbett ist Ruhe, Entspannung und Geborgenheit ein absolutes Muss. Liegen Schwangerschaft und Entbindung doch gerade erst hinter Ihnen. Sex sollte in den nächsten 6 bis 8 Wochen nicht stattfinden. Sonst kann es mitunter zu Komplikationen oder Infektionen kommen. Das Wochenbett ist die Zeit der Rückbildung. Die hormonelle Umstellung ist nicht einfach zu bewältigen. Stillen beschleunigt die Rückbildung der Gebärmutter. Ihr Kind und Ihre Familie ist von nun an das Wichtigste in Ihrem Leben. Daher sollten Sie sich im Wochenbett auf sich, Ihr Kind und auf Ihre neue, eigene Familie konzentrieren. Mit einer kompetenten Hebamme an Ihrer Seite sind Sie immer gut beraten. Sie steht mit Rat und Tat zur Seite.

Das ist schlecht für Sie!

Stress, Unruhe, Hektik. Alles keine guten Vorzeichen für ein entspanntes Wochenbett. Auftretende Komplikationen nach der Geburt können Mütter zusätzlich unter Stress setzen. Mütter haben oft mit Komplikationen beim Stillen zu kämpfen, die hormonellen Umstellungen alleine sind schon Komplikationen genug. Kann eine Frau die Erlebnisse der Schwangerschaft und der Geburt nicht richtig verarbeiten, können Komplikationen im Wochenbett auftreten.

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