Stillen – Powernahrung für Ihr Baby

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Das Stillen - 39336152 - beim stillen © drubig-photo - Fotolia

Stillen ist das Beste, was Sie für Ihr Kind machen können. Es versorgt Ihr Kind mit allem, was es benötigt. Stillen ist nicht nur Nahrung. Stillen ist Liebe!

Wenn Sie Ihr Baby Stillen geben Sie Ihm nicht nur Nahrung. Sie geben Ihm das Gefühl von Liebe, Nähe und Geborgenheit. Sie stärken sein Immunsystem und schützen es vor Infektionen und Allergeien. Muttermilch ist das Beste, was Sie ihrem Kind geben können. Während des Stillens entsteht eine ganz besondere Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Kind.

Stillen – Warum es so wichtig für Ihr Kind ist!

Muttermilch enthält alles, was Ihr Baby braucht. Sie ist immer richtig temperiert, individuell auf Ihr Baby abgestimmt und steht sofort zur Verfügung. Und kostet Sie keinen einzigen Cent! Im Gegensatz zu anderer Säuglingsnahrung, welche auf Dauer recht schnell sehr teuer werden kann.

Aber das Stillen, bzw. die Muttermilch, hat noch sehr viel mehr Vorteile. Wichtigster Vorteil ist der Schutz vor Infektionen. Durch das Stillen vermindert sich das Risiko, dass Ihr Kind an einer Infektionskrankheit, wie z.B. einem grippalen Infekt, erkranken könnte. Stillen stärkt also die Abwehrkräfte und das Immunsystem. Zudem wird die Säuglingssterblichkeit deutlich vermindert. Darüber hinaus hat das Stillen eine Art Langzeitwirkung, die weit über das Kindesalter hinausgeht. So sind Kinder, die gestillt wurden, oft weniger krank. Dies ergibt sich daraus, dass über die Muttermilch Antikörper und Immunzellen des Immunsystems der Mutter auf das Baby übertragen werden. Gerade die sogenannte Vormilch ist für einen Schutz vor Infektionen sehr maßgebend. Die Vormilch wird während der Schwangerschaft gebildet uns steht ca. 1 bis 1,5 Tage nach der Geburt zur Verfügung. Sie enthält einen hohen Anteil an Antikörpern und bietet dem Säugling somit einen hohen Schutz. Die Vormilch ist sehr kalorienreich und unterscheidet sich farblich etwas von der Folgemilch. Der hohe Fettanteil färbt die Vormilch gelblich.

Mütter, die stillen, senken das Risiko an Brustkrebs zu erkranken.

Wie lange stillen?

Als Empfehlung gilt, mindestens ein halbes Jahr voll zu stillen. Ab einem halben Jahr kann zusätzliche Beikost eingeführt werden, wodurch Sie natürlich trotzdem nicht abstillen müssen. Solange Sie und Ihr kleiner Schatz Lust am Stillen haben, spricht erstmal nichts dafür, abzustillen. Viele der stillenden Mütter legen Ihren Säugling weiterhin an die Brust, auch wenn sie Beikost einführen.

Wie oft stillen?

Es ist wichtig, dass Sie nicht zu oft hintereinander stillen. Dies kann starke Bauchschmerzen bei Ihrem Baby verursachen. Ebenfalls sollte der Abstand zwischen den Stillzeiten nicht zu groß sein. Es sollten 2 bis 3 Stunden zwischen den einzelnen Stillmahlzeiten vergehen.

Stillen ist das Beste für Mutter und Kind.

Muss ich wirklich stillen?

Natürlich ist es von der Natur so vorgesehen, dass Babys in der ersten Zeit von der Mutter gestillt werden. Während der Stillzeit besteht für den Säugling auch ein Schutz vor Infektionen und vor Neurodermitis. Muttermilch ist kostenlos, genau auf Ihr Kind zugeschnitten und außerdem verbrennt das Stillen auch noch Kalorien. Es fördert die Rückbildung der Gebärmutter und die Muttermilch ist jederzeit verfügbar. Fakt ist aber auch, dass Flaschennahrung der Muttermilch von der Zusammensetzung her in Nichts nachsteht. Ausgenommen sind natürlich die Abwehrstoffe und der individuelle Allergieschutz. Dies kann die Flaschennahrung nicht liefern. Und das ist ja auch der nennenswerte Vorteil der Muttermilch. Außerdem ist stillen nicht nur nähren, sondern auch Nähe, Liebe und Geborgenheit. Natürlich entscheiden Sie selbst, ob Sie stillen möchten oder nicht. Denken Sie bei der Entscheidung daran, was das Beste für Ihr Kind ist.

Stillpositionen

Ganz wichtig ist, dass Sie während des Stillens eine für Sie passende Position einnehmen, in der Ihr Kind auch noch ungestört trinken kann. Achten Sie zusätzlich darauf, einen Rückzugsort zu haben, in dem Sie in entspannter Atmosphäre stillen können. So können Sie die Stillzeit mit allen Sinnen genießen und Ihr Kind kann in aller Ruhe seinen Hunger stillen.

Beikost frühestens nach 6 Monaten zufüttern. Auch dann kann weiterhin gestillt werden.

Warum Stillen so wichtig für Mami ist

Durch das Stillen versorgen Sie also Ihr Kind mit allem, was es braucht. Es wächst und gedeiht durch Ihre Milch, ist geschützt vor Infekten und Krankheiten weit über das Kindesalter hinaus. Aber was ist mit Ihnen? Hat das Stillen evtl. auch einen positiven Effekt auf die Mutter? Die Antwort lautet: Ja, natürlich! Der positive Effekt des Stillens wirkt sich auch auf Sie aus. Durch das Stillen wird in Ihrem Körper ein wahres Feuerwerk an Emotionen ausgelöst. Das Gefühl, Ihr Kind ganz alleine ernähren zu können, intensiviert die Bindung zwischen Mutter und Kind. Es entwickelt sich ein Gefühl von Stolz seitens der Mutter und Sie werden eine ganz besondere Beziehung zu Ihrem Baby aufbauen.

Damit aber nicht genug. Durch das Stillen wird die Rückbildung der Gebärmutter beschleunigt. Stillen senkt außerdem das Risiko Brustkrebs zu bekommen und schützt im Alter vor Osteoporose.

Ernährungstipps in der Stillzeit – Darauf sollte man beim Stillen unbedingt achten!

Während des Stillens sollten Sie als Mutter auf einige wichtige Dinge achten, was Ihre eigene Ernährung angeht. Denn alles was Sie in der Stillzeit zu sich nehmen geht auch in die Muttermilch über und somit auch auf Ihr Kind. Daher ist Vorsicht in der Ernährung geboten. Einige Lebensmittel wirken blähend, abstillend oder verursachen Hautirritationen. Zudem gibt es milchfördernde und unbedenkliche Lebensmittel, die während des Stillens keinerlei Probleme verursachen. Lesen Sie dazu unsere Ernährungstipps in der Stillzeit. Sie sollten jedoch auf keinen Fall rauchen, Drogen oder Alkohol zu sich nehmen.

Stillprobleme – was tun?

Es gibt eine Vielzahl an Problemen, die beim Stillen auftreten können. Diese erläutern wir in einem separaten Artikel zum Thema Stillprobleme. Oft kann hier eine Hebamme oder eine Stillberaterinnen mit einer Stillberatung helfen. Eine häufige Ursache ist jedoch, dass die Muttermilch nicht ausreicht, um Ihr Baby sättigen zu können. Dabei sollten Sie jetzt nicht sofort aufgeben und die Flinte ins Korn werfen. Es ist noch längst nicht aller Tage Abend und auch hier kann Ihnen geholfen werden. Positives Denken und eine positive Einstellung dem Stillen gegenüber sind unabdingbar. Reicht die Milch einmal nicht aus, sollten Sie nicht direkt über das Abstillen nachdenken. Vergessen Sie nicht, dass Sie durch das Stillen ein stabiles und kräftiges Immunsystem Ihres Babys formen. Es gibt milchbildende Maßnahmen, die Ihnen helfen können, mehr Milch zu produzieren. Dazu zählen Sekt, Radler, Bier (Pils oder Schankbier), Milchbildungstee. Natürlich auch in der alkoholfreien Variante. Durch eine stetige Förderung der Milchbildung kann Stillproblemen vorgebeugt werden. Suchen Sie das Gespräch mit Ihrer Hebamme, Frauenärztin oder einer Stillberaterin.

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