Start » Schwangerschaft » Käse in der Schwangerschaft: Darauf sollte man achten!

Käse in der Schwangerschaft: Darauf sollte man achten!

Käse in der Schwangerschaft
Ob Mozzarella, Parmesan oder Feta: Käse in der Schwangerschaft. Was ist zu beachten? Fotolia - 122862956 - Mix cheese on wooden board. © gkrphoto

Mozzarella, Parmesan oder Feta. Wir lieben Käse. Und das zu Recht! Käse ist ein vielseitiges Produkt, das geradezu symbolisch für Genuss steht! Wer Käse mag, möchte auch in der Schwangerschaft nicht darauf verzichten. Doch Achtung: Bei Käse in der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten!

Käse in der Schwangerschaft: 5 Sterne Genuss!

Ob Ziegenkäse, Mozzarella, Parmesan, Gouda, Camembert oder Feta. Um nur einige der liebsten Käse-Sorten zu nennen. Die Käse-Welt ist vielseitig und verführerisch! Genuss pur, sozusagen. Kein Wunder also, wenn man gerade in der Schwangerschaft ein großes Verlangen nach Käse bekommt. Doch hier ist Vorsicht geboten. Denn nicht alle Käsesorten sind in der Schwangerschaft geeignet.

Sei es als Brotaufstrich (z.B. Frischkäse / Schmelzkäse), als Beilage im Salat (Mozzarella, Feta, Parmesan) oder in einem üppigen Sandwich (Gouda, Emmentaler, Cheddarkäse, Bergkäse, what ever…). Welcher Käse in der Schwangerschaft erlaubt is(s)t, erfahren Sie hier!

Anzeige

Gouda, Tilsiter, Butterkäse, Mozzarella, Backcamembert, Ofenkäse, Käsefondue sind ok

Tipps zum Verzehr von Käse in der Schwangerschaft

Es gibt eine ganz einfache Regel: In der Schwangerschaft KEINEN Käse aus Rohmilch essen! Käse aus Rohmilch kann krankheitserregende Keime, wie z.B. Listerien enthalten. Diese Keime können einem gesunden Erwachsenen in der Regel nichts anhaben. Unser Immunsystem macht das mit den Listerien unter sich aus. Ein Kind im Mutterleib aber hat dieses Immunsystem noch nicht. Daher kann es durch eine Infektion immense Schäden davon tragen. Beherzigen Sie also diesen Ratschlag und verzichten Sie gänzlich auf Käse aus Rohmilch in der Schwangerschaft.

In der Schwangerschaft KEINEN Käse aus Rohmilch essen! Käse aus Rohmilch kann krankheitserregende Keime wie Listerien enthalten, welche gefährlich für Ihr ungeborenes Kind werden können.

Wie erkennt man Käse aus Rohmilch?

Ganz einfach: Käse aus Rohmilch ist kennzeichnungspflichtig. Man kann es also der Verpackung entnehmen. Doch das ist leider nicht immer der Fall. Es gibt Ausnahmen, bei denen keine Kennzeichnung erforderlich ist und man als Laie ratlos bleibt. Oft ist daher ein Nachfragen beim Fachpersonal notwendig. Wozu wir hiermit auch dringend raten. Sollte es nicht ersichtlich sein, aus welcher Milch Ihr Käse hergestellt wurde, hilft nur das Nachfragen vor Ort. Im Zweifel aber gilt: Käse lieber im Regal liegen lassen!

Damit man dennoch einen groben Leitfaden hat, welcher Käse in der Schwangerschaft bedenkenlos ist, haben wir uns die beliebtesten Käsesorten mal genauer angeschaut und die Ergebnisse hier zusammengetragen. Im Zweifel gilt dennoch: Zutatenliste anschauen! Wenn nicht deklariert ist, aus welcher Milch, also pasteurisierte Milch oder Rohmilch, der Käse hergestellt wurde, lieber die Finger davon lassen.

Käse aus pasteurisierter Milch ist in der Schwangerschaft absolut ok! Käse aus Rohmilch nicht!

Mozzarella in der Schwangerschaft

Ob als Tomate-Mozzarella-Salat oder auf der Pizza. Mozzarella ist in der Schwangerschaft unbedenklich. Er wird (normalerweise) aus pasteurisierter Milch hergestellt, wodurch die allermeisten Krankheitserreger abgetötet werden. Dabei ist es völlig unerheblich, ob der Mozzarella aus Kuhmilch oder aus Büffelmilch hergestellt wurde. Dennoch ist auch hier Vorsicht geboten. Lieber ein Mal zu viel die Zutatenliste auf der Verpackung studieren, als ein Mal zu wenig.

Frischkäse, Streichkäse, Mascarpone

Frischkäse ist normalerweise auch aus pasteurisierter Milch hergestellt und somit ebenfalls unbedenklich in der Schwangerschaft. Gerade als Brotaufstrich ein herrlicher Genuss! Frischkäse gibt es in vielen Variationen, die den täglichen Speiseplan durchaus bereichen. Ebenso ist Mascarpone auch ein Frischkäse. Vornehmlich findet er Verwendung in Süßspeisen. Mascarpone ist ebenfalls unbedenklich. Wer sich jetzt auf ein Tiramisu freut, den müssen wir leider enttäuschen! 🙁 In Tiramisu ist Alkohol enthalten und so mit absolutes NoGo!

Parmesan, Pecorino & Co.

Sehr lecker im italienischen Salat oder als Topping auf einem Nudelgericht. Aber leider ungeeignet in der Schwangerschaft. Parmesan ist aus Rohmilch hergestellt und kann daher nicht in der Schwangerschaft verzehrt werden. Ausnahme ist natürlich Parmesan aus pasteurisierter Milch, welchen man auch zunehmend in den Kühlregalen der Supermärkte findet. Aber generell sollte man in der Schwangerschaft eher auf Parmesan, Pecorino & Co verzichten.

Feta in der Schwangerschaft

Bei Feta sieht die Sache wieder anders aus. Es gibt sowohl Feta aus Rohmilch als auch aus pasteurisierter Milch. Hier hilft nur ein Blick auf das Etikette. Dabei spielt es keine Rolle, ob es Ziegenkäse, Schafskäse, Käse aus Kuhmilch oder eine Gemisch der Sorten ist.

Camembert in allen Variationen

Auch hier ist eine bunte Mischung angesagt. Camembert gibt es in zahlreichen Ausführungen. Darunter finden sich sowohl Camembert aus Rohmilch als auch aus pasteurisierter Milch. Der Blick aufs Etikette ist hier ebenfalls unverzichtbar. Um wirklich sicher zu gehen, muss man halt genau sein!

Hartkäse am Stück

Hartkäse (Bergkäse, Emmentaler, usw.) ist überwiegend aus Rohmilch hergestellt und somit in der Schwangerschaft tabu. Auch der sogenannte Blauschimmelkäse ist in der Schwangerschaft nicht erlaubt.

Ist denn wenigstens Raclette-Käse ok?

Leider nein! Traditionell ist Raclette-Käse aus Rohmilch hergestellt. Daher sollte man diesen Käse in der Schwangerschaft eher meiden. Zwar wird der Käse natürlich unter dem Grill erhitzt, wir sind uns aber nicht sicher, ob Temperatur und Dauer ausreichend sind, um alle Keime abzutöten. Varianten aus pasteurisierter Milch sind aber im handel zu finden. Also: wieder Etiketten schrubben!

Rohmilchkäse zum Überbacken

Käse aus Rohmilch ist in der Regel immer würziger und eignet sich daher bestens zum herzhaften Überbacken. Also für alle Arten von Aufläufen, für Pizza oder Ofenkäse. Auch für Sandwiches und zum Gratinieren. Bei dieser Art der Zubereitung ist Rohmilchkäse unbedenklich, da hier Keime und Bakterien abgetötet werden. Hierbei auf eine hohe Temperatur und eine ausreichend lange Dauer achten!

Umgang mit Käse

Käse immer luftdicht verschließen und kühl stellen. Etiketten prüfen, aus welcher Milch er hergestellt wurde. Bei Käseplatten auf Partys, Feiern, etc.: Immer darauf achten, dass die verschiedenen Käsesorten weit genug auseinander liegen und sich nicht berühren. Verschiedene Messer zum Schneiden nehmen. Im Zweifel Käse lieber nicht verzehren. Für das ruhige Gewissen: Nur Käse verzehren, den man auch selbst gekauft hat und bei dem man weiß, was drin ist!

Anzeige

Genießer-Fazit: Diesen Käse darf man in der Schwangerschaft essen!

Käse aus Rohmilch ist in der Schwangerschaft absolut tabu! Nur Käse aus pasteurisierter Milch stellt keine Gefahr dar, da krankheitserregende Keime durch Erhitzen abgetötet wurden. Zum Überbacken ist auch Rohmilchkäse geeignet, da die starke Hitze im Backofen ebenfalls Keime abtötet.

Bei allen anderen Käsesorten gilt es, die Zutatenliste zu inspizieren, um wirklich auf der sicheren Seite zu sein.