Schwangerschaftsstreifen: Wie sie enstehen! Was jetzt hilft!

Schwangerschaftsstreifen
Schwangerschaftsstreifen hinterlassen unschöne Hautstellen. Besser, wenn man weiß, wie sie sich vermeiden lassen. babygesicht © Tobif82 - Fotolia

In der Schwangerschaft dehnt sich die Haut an Bauch, Beinen, Brüsten und Po. Bei schwachem Bindegewebe führt dies zu Schwangerschaftsstreifen. Doch? Was hilft am besten bei Schwangerschaftsstreifen?

Gleich vorweg: es gibt kein Allheil-Mittel gegen Schwangerschaftsstreifen. Schwangerschaftsstreifen, auch Dehnungsstreifen oder auch (med.) Striae genannt, treten in der Unterhaut auf und sind, bedingt durch die sich immer weiter dehnende Haut von Bauch, Beinen, Brüsten und Po, manchmal unvermeidbar. Da kann man noch so viel mit Öl massieren, eincremen oder sonst was machen. Das zeigt die Erfahrung aus der Praxis. Die Vermeidung von Schwangerschaftsstreifen beginnt bereits vor der Schwangerschaft.

Schwangerschaftsstreifen: Das Bindegewebe spielt die Hauptrolle!

Jetzt ist das Bindegewebe gefragt. Denn die Elastizität des Bindegewebes ist für die Entstehung bzw. das nicht Auftreten der Schwangerschaftsstreifen verantwortlich. Die eigene Haut muss immense Veränderungen aushalten. Durch die Gewichtszunahme, den wachsenden Bauch, wachsende Brüste und Po wird sie förmlich unter die Zerreißprobe gestellt. Und genau das passiert auch manchmal. Das Bindegewebe in der Unterhaut kann einen bestimmten (individuellen) Grad an Elastizität aushalten. Geht es darüber hinaus, reißt es ein und es entstehen die unschönen rot, lila-blauen Streifen an den betroffenen Stellen. Mit Öl, diversen Cremes und regelmäßigen Massagen kann man vielleicht das Bindegewebe unterstützen, jedoch niemals Schwangerschaftsstreifen vermeiden, wenn man genetisch bedingt zu schwachem Bindegewebe neigt.

Schon vor einer Schwangerschaft gegen Schwangerschaftsstreifen vorgehen

Da sich Schwangerschaftsstreifen von alleine nicht ganz zurück bilden, ist eine verantwortungsbewusste Lebensweise im Vorfeld einer Schwangerschaft die beste Prophylaxe. Sie verblassen zwar mit der Zeit und verlieren ihre auffällige Farbe, das überbeanspruchte Gewebe bleibt jedoch zurück. Allen Ölen, Cremes und Massagen zum Trotze ist ein gesunder, fitter und sportlicher Körper die beste Voraussetzung, keine Schwangerschaftsstreifen zu bekommen. Natürlich ist das aber nur die halbe Wahrheit. Denn wer genetisch bedingt zu schwachem, kaum elastischem Bindegewebe neigt, wird dies leider in der Schwangerschaft zu spüren bekommen. Beim Bindegewebe verhält es sich nämlich so, dass es nur ein gewisses Maß an Elastizität aushält. Geht die Dehnung darüber hinaus, reißt es ein. Und dies ist von Frau zu Frau unterschiedlich.

Die Beschaffenheit des Bindegewebes ist verantwortlich dafür, wie stark oder wie leicht die Schwangerschaftsstreifen auftreten.

Wie entstehen Schwangerschaftsstreifen?

In der Schwangerschaft dehnt sich die Haut ganz besonders am Bauch. Dadurch wird sie sehr beansprucht und muss eine Menge aushalten. Da ist es nicht verwunderlich, wenn das Bindegewebe nicht mitmacht und einfach reißt. Des Weiteren kommt hinzu, dass man in der Schwangerschaft sehr viel schneller zunimmt, als man es gewohnt ist. Dadurch können ebenfalls Schwangerschaftsstreifen an Busen, Po und Hüfte entstehen.

Schwangerschaftsstreifen ab wann?

Ab wann bekommt man Schwangerschaftsstreifen? Das kann man nicht pauschalisieren. Dafür ist jede schwangere Frau einfach zu einzigartig und jede Schwangerschaft an sich zu individuell. Es gibt Schwangere bei denen kaum Schwangerschaftsstreifen auftreten, genauso aber gibt es Schwangere bei denen schon in den ersten Wochen Dehnungsstreifen zu sehen sind.

Können Schwangerschaftsstreifen jucken?

Ja, Schwangerschaftsstreifen können jucken. Das ist ganz normal. Sanftes massieren oder eincremen kann Linderung verschaffen.

Bei Schwangerschaftsstreifen Zupfmassage anwenden?

Hilf bei Schwangerschaftsstreifen Zupfmassage? Die Zupfmassage, bei welcher die Haut zwischen Daumen und Zeigefinger mit einem Öl sanft gekniffen wird, soll gegen Schwangerschaftsstreifen helfen. Die Zupfmassage wird Schwangerschaftsstreifen nicht verhindern können, wahrscheinlich eher nur verringern. Allerdings ist nicht ganz klar, ob und wie sich die Zupfmassage bei vorzeitigen wehen bemerkbar macht. Hier sollte Ärztin oder Hebamme zu Rate gezogen werden.

Vorbeugen ist das A und O!

Ein gesunder Lebensstil, gesunde Ernährung und eine regelmäßige Pflege der Haut ist schon mal ein guter Anfang. Das sollte vor einer Schwangerschaft schon so sein und während der Schwangerschaft sowieso! Sport und ausreichend Bewegung ist ebenfalls sehr empfehlenswert. Achten Sie jedoch bei Sport in der Schwangerschaft darauf, sich nicht zu überlasten und keine Extremsportart auszuüben. Weiterhin hilft das sogenannte Wechselduschen, also abwechseln heiß und kalt duschen. Und immer mit kalt aufhören. Regelmäßiges (tägliches) eincremen und massieren von betroffenen Stellen kann vor, während und nach der Schwangerschaft helfen, Schwangerschaftsstreifen vorzubeugen, sie zu vermeiden und die Regeneration zu unterstützen.

Je elastischer das Bindegewebe, desto einfacher kann gegen Schwangerschaftsstreifen vorgebeugt werden.

Wo treten Schwangerschaftsstreifen auf?

Da die Haut an sämtlichen Körperstellen wächst und sich dehnt, können Schwangerschaftsstreifen an verschiedenen Stellen auftreten. Betroffene Stellen sind oft der Bauch, Beine (Oberschenkel), Hüfte oder Brüste. Auch Schwangerschaftsstreifen am Po sind keine Seltenheit. Die betroffenen Stellen zeigen Risse unter der Haut, die wie rote, blau-lila gefärbte Streifen aussehen. Diese Streifen (Schwangerschaftsstreifen / Dehnungsstreifen) sind Risse in der Unterhaut und sitzen tief im Bindegewebe. Medizinisch werden sie als Striae cutis atrophicae oder Striae cutis distensae oder in der Schwangerschaft als Striae gravidarum bezeichnet.

So werden Sie die Schwangerschaftsstreifen wieder los!

Nach der Schwangerschaft bilden sich die Schwangerschaftsstreifen wieder leicht zurück. Sie verblassen, verlieren Ihre Farbe, verschwinden jedoch nicht ganz. Oftmals bleiben blasse Narben an den betroffenen Stellen zurück. Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, den Prozess der Rückbildung von Schwangerschaftsstreifen zu unterstützen. Diese Möglichkeiten sind das Micro-Needling, das Lasern von Schwangerschaftsstreifen, eine Ultraschallbehandlung oder die Zupfmassage mit Massageöl. Hier weitere Informationen (gofeminin.de) dazu.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten