Baby Blues – Heultage im Wochenbett!

Der Baby Blues - 49037642 - Mature woman gives solace to crying adult daughter © JackF - Fotolia.com

Die ersten Tage und Wochen nach der Geburt sind schon nicht leicht. Vieles Neues stürzt auf einen ein, der Alltag verändert sich rapide und die hormonelle Umstellung gibt einem den Rest. Willkommen im Baby Blues!

Einige Tage nach der Geburt geht es los. Glücksgefühle hier, Zweifel und Sorgen dort. Ängste, Hoffnung und Freude bestimmen den Alltag. Stimmungsschwankungen in alle Richtungen. Und das im ständigen Wechsel. Willkommen im Baby Blues. Nach der Geburt stellen sich bei vielen Frauen diese Tage ein, die man als den sogenannten Baby Blues oder auch Heultage bezeichnet. Diese Zeit entsteht durch die hormonelle Umstellung Ihres Körpers. Daher ist es ganz normal, dass Ihre Gefühle mit Ihnen Achterbahn fahren. Was Sie jetzt tun können, um diese Zeit zu überstehen und worauf Sie achten können, dass der Baby Blues nicht zu einer Wochenbettdepression wird, erfahren Sie hier.

Was genau ist der Baby Blues?

Nach der Geburt stellen sich bei vielen Frauen diese Tage ein, die man als den sogenannten Baby Blues bezeichnet. Diese Zeit entsteht durch die hormonelle Umstellung Ihres Körpers. Daher ist es ganz normal, dass Ihre Gefühle mit Ihnen Achterbahn fahren. Diese Zeit wird häufig begleitet von Stimmungsschwankungen, Heulattacken oder Selbstzweifel. Ein Gefühl der Überforderung kann sich ebenfalls breit machen. Nicht um sonst nennt man diese Tage auch Heultage. Zweifel daran, ob man das alles alleine schaffen kann. Was gerade noch überhaupt kein Problem war, kann plötzlich zur totalen Überforderung führen. Der Baby Blues ist eine Zeit totaler Nervenbelastung und einem Gefühl der Hilflosigkeit. Sie könnten den ganzen Tag heulen. Anders als in der Schwangerschaft, gestaltet Ihr Kind nun aktiv Ihren Tagesablauf mit. Alles richtet sich von nun an nach Ihrem Baby. Dies kann einen ganz schön in Beschlag nehmen und evtl. auch die Ursache für den Baby Blues sein.

Nach der Geburt entsteht ein wahres Feuerwerk an Gefühlen. Die Hormonelle Umstellung ist schuld daran! Nicht Sie! Reden hilft!

Die treibende Kraft aber ist die hormonelle Umstellung nach der Geburt. Hinzu kommt die neue Situation, der Sie nun ausgesetzt sind. Aufopfernd, selbstlos und unermüdlich. So müssen Sie funktionieren. Alles ist anders, neu und anstrengend. Auch beim 2. oder 3. Kind.

Anzeichen eines Baby Blues

Woran erkenne ich, den Baby Blues ? Dafür gibt es deutliche Anzeichen. In dieser Zeit ist die frisch gebackene Mami oft schnell gereizt, überfordert oder ihr ist einfach nur zum Heulen zu Mute. Während dieser Zeit braucht die neue Mami ganz viel Unterstützung und Aufmerksamkeit. Hier ist das Fachpersonal (Nachsorgehebamme) aber auch die komplette Familie, der Verwandten und Freundeskreis gefordert. Der Baby Blues an sich ist keine schlimme Sache, wenn man offen damit umgeht und seine Ängste und Sorgen im privaten Umfeld mitteilt, darüber redet und verstanden wird. Frauen sind nach der Entbindung oft sehr verletzlich, erschöpft, gefühlsmäßig allein. Da muss das Umfeld Verständnis und Rücksicht zeigen.

Sprechen Sie mit Ihrer Hebamme über Ihre Gefühle. Sie kennt sich bestens aus und hat immer ein offenes Ohr für Sie!

An diesen Anzeichen erkennen Sie den Baby Blues

Sie befinden sich in den Heultagen, wenn Sie

  • weinerlich sind
  • starke Stimmungsschwankungen haben
  • leicht reizbar sind
  • an Schlaflosigkeit leiden
  • ängstlich sind
  • sich nicht richtig konzentrieren können
  • schnell etwas vergessen
  • kein gesundes Selbstvertrauen mehr haben

Es müssen natürlich nicht alle der oben genannten Anzeichen zutreffen. Häufig sind auch schon einzelne Anzeichen ein eindeutiger Hinweis auf den BabyBlues.

Es ist nicht Ihre Schuld. Halten Sie durch. Es wird bald besser werden!

Was kann man gegen den Baby Blues tun?

Die Stimmungsschwankungen nach der Geburt kommen, oder sie kommen nicht. Mal mehr, mal weniger stark. Vor Allem ist hier Verständnis von Ihrem Umfeld gefordert. Schaffen Sie sich ein positives Klima mit viel Liebe, Hilfe und Unterstützung. Ganz wichtig ist ebenfalls, dass Sie offen über Ihre Gefühle, Ängste und Sorgen sprechen. Hier kann Ihre Nachsorgehebamme die erste Anlaufstelle sein. Genauso aber ist Ihr Partner ein wichtiger Vertrauter zum Reden. Freunde, Eltern oder Vertraute haben sicherlich auch Verständnis für Sie.

Wie lange dauert der Baby Blues?

Normaler Weise kann man sagen, dass die Zeit des Baby Blues innerhalb eines Tages vorübergeht, genau so aber ist eine Dauer von bis zu 2 Wochen durchaus üblich.

Lassen Sie den Baby Blues nicht zu einer Depression werden

Dauert die Zeit der Stimmungsschwankungen deutlich länger als die normale Baby Blues Zeit, kann sich eine Wochenbett-Depression entwickeln. Ab hier benötigen Sie auf jeden Fall professionelle Hilfe.

Reden hilft! Teilen Sie anderen in Ihrem Umfeld mit, was Sie fühlen, wie es Ihnen geht oder was Ihnen Ängste bereitet.

Hilfe und Unterstützung beim Baby Blues

Das Wichtigste ist, dass Sie mit Ihrem Partner und Ihrem Umfeld darüber reden. Teilen Sie Ihre Gefühle, Ängste und Sorgen. Haben Sie keine Scheu, diese mit Anderen zu teilen. Ihr Partner, ihre Familie oder gute Freunde werden Ihnen sicherlich gerne zuhören und Ihnen Mut zusprechen.

Im Baby Blues nicht verzweifeln!

Oft fühlen sich Mütter nach der Geburt teilweise überfordert mit der neuen Situation. Man hat plötzlich nur noch eine einzige Aufgabe, die einen von früh bis spät in Beschlag nimmt. Dennoch ist es das Schönste auf der Welt, Mutter zu sein. Ein Baby zu haben, ist das wunderschönste, was einem passieren kann. Doch es ist auch sehr anstrengend. Der Alltag richtet sich plötzlich nicht mehr nach den eigenen Gewohnheiten und Bedürfnissen, sondern um die Bedürfnisse des Babys. Ständige Bereitschaft für ein hilfloses kleines Geschöpf, das so viel Liebe, Zuwendung und Aufmerksamkeit braucht, wie kein Zweites. Hinzu kommen lange Tage und kurze Nächte, Babygeschrei und die hormonelle Umstellung. Das kann durchaus zu Stress führen. Der Baby Blues ist in solchen Situationen unausweichlich.

Nur Mut!

Verzweifeln Sie nicht. Der Baby Blues geht vorüber! Sie werden die fürchterlichen Tage bzw. Wochen hinter sich lassen und eine wunderbare Zeit als frisch gebackene Familie, Mutter mit Kind nach der Geburt erleben.

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