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Veränderungen in der Schwangerschaft

Jede Schwnagerschaftswoche etwas Neues - Veränderungen in der Schwangerschaft
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Veränderungen in der Schwangerschaft. Es verändert sich nicht nur der Körper. Eine Vielzahl an Neuem kommt von nun an auf Sie zu. Körperlich sowie seelisch. Ein große Herausforderung für eine Frau. Und den Mann.

Veränderungen in der Schwangerschaft: Inhaltsverzeichnis

In der Schwangerschaft verändern sich nicht nur Bauch und Brüste. Während der Schwangerschaft verändert sich das komplette Leben, die Beziehung zwischen Mami & Papi in Spe und auch so eine ganze Menge an der werdenden Mutter selbst. Denn die Schwangerschaft ist zwar keine Krankheit, aber dennoch eine Ausnahmesituation, auf die sich Ihr Körper erst einstellen muss. Und das von Schwangerschaftswoche zu Schwangerschaftswoche.

Viel wird passieren!

Eine Schwangerschaft stellt ein überaus wichtiges, tief berührendes Erlebnis für Frau und Mann dar. War früher die Schwangerschaft eher eine Frauen-Sache, ist es  mittlerweile so, dass auch Väter aktiv an ihr teilnehmen. Wenn auch viele werdende Väter erst spät einen Bezug zu „dem Bauch“ bekommen, relativiert sich dies im Verlauf der Schwangerschaft. Die Geburt erleben Väter anders als Mütter. Durch eine Schwangerschaft verändert sich nicht nur das gemeinsame Leben.

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Es verändert sich auch eine ganze Menge an der Frau und an der Beziehung. Die Beziehung wird enger, intensiver und tiefgreifender. Eine Schwangerschaft kann und darf mit allen Sinnen, von Mann und Frau, wahrgenommen werden. Jede einzelne Schwangerschaftswoche (SSW) ist eine ganz besondere Woche. Sie werden von Schwangerschaftswoche zu Schwangerschaftswoche Veränderungen an sich feststellen. Was sich alles an der werdenden Mutter verändert, erfahren Sie auf dieser Seite.

Die Psyche der Schwangeren

In der Schwangerschaft explodieren die Hormone und Gefühlszustände der Schwangeren und können sich innerhalb weniger Augenblicke stark verändern. Dies ist eine schwierige Situation für den Partner und die Schwangere selbst. Beide müssen erst mal lernen, mit der neuen Situation umzugehen. Das ist oft nicht gerade leicht für beide Seiten.


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Jedoch sollte hier Verständnis für die schwangere Frau aufgebracht werden. Gerade in der frühen Schwangerschaft spielen die Hormone ihre eigene Melodie, so dass sich Frau oft selber nicht wiedererkennt. Genauso sollte aber auch Verständnis für den werdenden Vater aufgebracht werden. Denn Papi ist ebenfalls in einer völlig neuen, ihm fremden Situation, oft gefühlsmäßig total überfordert und hat absolut keine Ahnung, was mit seiner Frau plötzlich los ist. Liebe Schwangere: Das ist für Papi ein echtes Problem! Er kann nichts dafür. Er ist halt so!

Daher ein kleiner Tipp für beide: Tief durchatmen, runterkommen und aufeinander zugehen! Ihr habt beide ein Gefühlschaos. Aber: Lieber mal zusammenreißen, ruhig miteinander reden und Verständnis für den Anderen aufbringen. So kann die Schwangerschaft für beide ein positives, gefühlsintensives Erlebnis werden. Und genau so sollte es in der Schwangerschaft sein.

Herz-Kreislauf-System / Erhöhtes Herzminutenvolumen

Während der Schwangerschaft steigt ebenfalls das sogenannte Herzminutenvolumen (HMV) an. Die Ursache ist eine erhöhte Herzfrequenz um ca. 20 Schläge / Minute. Das Herzminutenvolumen erhöht sich stetig und erreicht seinen Höhepunkt gegen Ende der Schwangerschaft. Werden unter normalen Umständen ca. 4,5 bis 5 Liter pro Minute über die Aorta in den Blutkreislauf gepumpt, so sind es während der Schwangerschaft ca. 6 bis 6,5 Liter pro Minute.

Der Grund für ein erhöhtes Herzminutenvolumen ist einfach zu erklären. Durch ein erhöhtes Herzminutenvolumen wird sichergestellt, dass das Ungeborene sowie der Uterus ausreichend mit Blut, Sauerstoff und Nährstoffen versorgt sind. Kleine Nebenwirkung: Schwangere haben oft ein inneres Unruhe-Gefühl. Dies hängt mit dem erhöhten Blutfluss zusammen. Zusätzlich erhöht sich die Gesamtmenge des Blutes um ca. 1,5 Liter.

Etwa 60 bis 90 Minuten nach der Entbindung fällt das Herzminutenvolumen auf einen normalen Wert wie vor der Schwangerschaft zurück.

Schwangerschaftsstreifen

Keiner braucht das, oder? So unnötig, aber dennoch bei vielen Schwangeren vorhanden. Die Schwangerschaftsstreifen. Dehnt sich doch in der Schwangerschaft die Haut von Bauch, Brust und Co, kann es mitunter zu solchen Auswirkungen kommen. Schwangerschaftsstreifen entstehen meist in der 2 Hälfte der Schwangerschaft (20. Schwangerschaftswoche) an Hüfte, Po, Bauch und Brust. Sie schimmern zunächst rötlich, später dann bläulich. Nach der Geburt verblassen die Schwangerschaftsstreifen wieder, können aber Narben hinterlassen.

Das erwartet Ihre Zähne

In der Schwangerschaft steigt die Kariesanfälligkeit. Zähne und Zahnfleisch sind nicht mehr so gut geschützt. Bedingt durch eine Übersäuerung des PH-Wertes im Mund. Bakterien haben freie Fahrt und können sich leichter ausbreiten. Von SSW zu SSW. Daher sollten Sie und Ihr Partner vor der Schwangerschaft den Zahnarzt aufsuchen. Karies kann später nämlich leicht auf Ihr Baby übertragen werden. Ebenso können Zahnfleischentzündungen Frühgeburten auslösen. Daher noch vor der ersten Schwangerschaftswoche zum Zahnarzt.

Ihre Verdauung

Bei vielen Schwangeren tritt ab der 5. Schwangerschaftswoche (SSW) hormonell bedingte Verstopfung auf. Hinzu kommt häufig zu wenig Bewegung (Niedergeschlagenheit, Müdigkeit) und ein vermehrtet Bedarf an Flüssigkeit. Die Darmtätigkeit ist hormonell gesteuert und verlangsamt sich, wodurch der Körper dem Stuhl mehr Wasser entziehen kann. Dies führt zur Verstopfung und kann in jeder SSW auftreten. Auf keinen Fall sollten Sie Abführmittel einnehmen. Diese können nämlich Wehen fördern.

Haut

Auch Ihre Haut verändert sich in einigen SSW s. So können Muttermale zum Beispiel dunkler werden und am Bauch entsteht die sogenannte Linea nigra, eine dunkle Linie zwischen Bauchnabel und Schambereich. Ebenso können Akne und Mutterflecken im Gesicht auftreten. Die gute Nachricht: nahezu alle Hautveränderungen bilden sich nach der Geburt zurück.

Atmung

Durch die wachsende Gebärmutter wird die Atmung besonders in der Spätschwangerschaft erschwert, da die Gebärmutter viel Platz braucht und immer weiter wächst. Im Verlauf der Schwangerschaft drückt die Gebärmutter immer mehr auf das Zwerchfell, was die Atmung der Schwangeren beeinträchtigt.

Wassereinlagerungen

Durch die Wasser – Einlagerungen bei der Schwangeren treten häufig Beschwerden auf, wie das Karpaltunnel-Syndrom, schwere Beine, taubes Gefühl oder dicke Füße. Diese Wassereinlagerungen sind hormonell bedingt und verschwinden nach der Schwangerschaft meist wieder ohne Zutun der frisch gebackenen Mutter. Entwässernd wirkt beispielsweise Brennnessel-Tee. Somit kann die Schwangere während der Schwangerschaft Wassereinlagerungen vorbeugen.

Gewichtsveränderung

Das bleibt leider nicht aus und jede Schwangere (und auch so mancher werdender Papa) kann ein Lied davon singen. Die Pfunde springen einem förmlich auf den Körper, als ob es kein Morgen gäbe. Der bewährte Spruch „Essen für Zwei“ ist zwar längst überholt, dennoch kommen alleine durch Fruchtwasser, gesteigertes Blutvolumen, Wassereinlagerungen und natürlich durch das Gewicht vom Kind selbst so einige Kilos mehr auf die Waage. Zusätzlich machen manchen Schwangeren die sogenannten Wassereinlagerungen zu schaffen.

Harndrang

Die hormonelle Veränderung in der Schwangerschaft führt unter anderem auch zu einer Steigerung der Nierenfunktion. Sprich: Eine Schwangere verspürt einen erhöhten Harndrang und muss öfter auf die Toilette. Und dies mit gutem Grund. Der veränderte Hormonhaushalt ermöglicht es der Schwangeren, die Ausscheidungen ihres Babys über die Harnwege abzuführen. Je fortgeschrittener die Schwangerschaft, desto stärker wächst der Druck auf die umliegenden Organe durch den natürlichen Platzmangel innerhalb des Bauchs. Dadurch entsteht zusätzlicher Harndrang.

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Brust

Während der Schwangerschaft wachsen die Brüste der Frau, werden größer und straffer. Die Milchdrüsen fangen mit ihrer Arbeit an und bereiten die Brust auf das anstehende Stillen vor. Bereits in der Mitte der Schwangerschaft bildet sich die sogenannte Vormilch, welche auch schon durch Drücken der Brustwarzen austreten kann. Wie wichtig das Stillen für Ihr Baby ist, erfahren Sie in dem Beitrag über das Stillen – Powerdrink für Ihr Baby.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der Hebamme Nicole Münch.

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