Sport in der Schwangerschaft

Sport in der Schwangerschaft: Was geht, was nicht?
Auch in der Schwangerschft ist Sport ok - 45498686 - Beautiful pregnant woman gym fitness exercise © lunamarina - Fotolia.com

Wer Sport treibt, möchte dies auch in der Schwangerschaft machen. Doch worauf muss man achten, wenn man Sport in der Schwangerschaft treiben will? Ist Sport in der Schwangerschaft gut für mich und fürs Baby? Welche Sportarten sind ok, welche nicht? Was ist zu beachten, worauf kommt es an? Hier lesen.

Sport in der Schwangerschaft ist wichtig für das Wohlbefinden und das eigene Körpergefühl. Viele Frauen waren vor der Schwangerschaft sportlich aktiv und wollen das verständlicherweise nicht ändern. Immerhin ist Sport gut für den ganzen Körper und das kann nur gut für die Gesundheit des Kindes sein – oder etwa doch nicht? Sport in der Schwangerschaft ist grundsätzlich erlaubt, wenn es der Frau dabei gut geht, sie sich wohl fühlt und medizinisch nichts dagegen spricht.

Sport in der Schwangerschaft: wenn sich der Körper verändert

Jede Schwangere wird feststellen, dass sich ihr Körper auf die eine oder andere Weise der bevorstehenden Aufgabe anpasst. Manchen Frauen ist morgens übel, andere leiden unter Bewegungsschmerzen, wieder andere sind allgemein empfindlicher und sensibler gegenüber Muskelkater, Anstrengung und Co. Sport in der Schwangerschaft muss sich immer nach dem Allgemeinbefinden der Schwangeren richten, und das kann sich schon in den ersten Tagen der Schwangerschaft wandeln. Der Erhalt der aufgebauten Kondition ist zwar wichtig; viel wichtiger ist es jetzt aber, auf den Körper zu hören und lieber zu eifrig als zu langsam einen Gang zurückschalten.

Von Extremsportarten sollten Sie Abstand nehmen und grundsätzlich achtsam darauf hören, wie ihr Körper auf Sport in der Schwangerschaft reagiert.

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Sport in der Schwangerschaft: erstes Trimester

Im ersten Trimester ist der Bauch für gewöhnlich noch kaum zu sehen, sodass Sport in der Schwangerschaft immer erlaubt ist, wenn die werdende Mutter sich dabei wohl fühlt. Ob sanftes Joggen oder anspruchsvolles Bergsteigen, jetzt kann die Schwangere noch so gut wie alles machen, woran sie gewöhnt ist. Da es aber im ersten Trimester zu spontaner Übelkeit, Kreislaufbeschwerden und ähnlichen Erscheinungen kommen kann, sollte jetzt nichts Neues mehr begonnen werden und der Zeitpunkt wäre ideal, sich gerade von Extremsportarten zu verabschieden. Was aber hilfreich sein kann, sind sanfte Alternativen wie Yoga, Pilates oder eine andere Form von Gymnastik. Das bereitet den Körper optimal auf die Anstrengung der weiteren Trimester vor und fördert zudem den Kreislauf.

Sport in der Schwangerschaft: zweites Trimester

Viele Schwangere erleben den 3. – 6. Schwangerschaftsmonat als angenehmste Zeit. Die hormonellen Umstellungen wiegen jetzt nicht mehr so schwer wie zu Beginn. Der Bauch ist sichtbar, meistens aber noch nicht störend. Als Sport in der Schwangerschaft kommen jetzt sanfter Ausdauersport und ebenfalls wieder Gymnastik in Frage. Kraftsport empfiehlt sich weniger, da Muskelaufbau jetzt hinter die Entwicklung des Kindes zurücktritt und die Belastung für die sich dehnenden Bänder der Schwangeren zu hoch werden könnte. Beim Sport sollte zudem darauf geachtet werden, die Kondition zwar zu erhalten, sie aber nicht mehr massiv zu steigern – es sollte nur noch der Sport getrieben werden, den die Frau schon gewohnt ist. Gerade bei Rückenschmerzen oder spannendem Babybauch sind meditative Wellness-Sportarten und sanfte Fitness wie Aerobic, Yoga oder auch echte Meditationsübungen angeraten. Aber Vorsicht: wenn der Bauch schon im Weg ist, dann lieber manche Bewegungen auslassen. Auch Sportarten wie Reiten oder Ballsport, bei denen mit Verletzungen zu rechnen ist, sind für die werdende Mutter eher nicht empfehlenswert. Wird beim Sport der Bauch einbezogen, ist es abhängig vom Zustand und Wohlbefinden der Schwangeren, ob der Sport in der Schwangerschaft bis zum dritten Trimester weiter betrieben werden kann.

Sport in der Schwangerschaft ist unproblematisch, solange es aus medizinischer Sicht zu verantworten ist.

Sport in der Schwangerschaft: drittes Trimester

Wer nicht schon in den vergangenen Monaten Sport in der Schwangerschaft getrieben hat, sollte im dritten Trimester auch nicht mehr damit anfangen. Sinnvoll und nützlich wäre jetzt maximal noch ein Gymnastik-Kurs für Schwangere. Von Kraftsport ist gänzlich abzuraten. Anspruchsvoller, kräftezehrender Sport wie lange Wanderungen, Kletterpartien oder gar Extremsport werden ab dem 7. Monat meist schon zu anstrengend. Sehr empfehlenswert dagegen sind jetzt Sportarten wie Schwimmen, was gut gegen Rückenschmerzen, ein Spannungsgefühl in der Bauchgegend und andere Muskelschmerzen helfen kann, die im dritten Trimester auftreten oder sich verstärken können. Wichtig ist eine saubere Bade-Umgebung, um Infektionsgefahr vorzubeugen. Als Sport in der Schwangerschaft kommt auch sanfte Aqua-Fitness in Frage, die für den Körper der Schwangeren weit schonender ist als der Besuch im Fitnessstudio und der ihr gezielt beim Abbau von Verspannungen helfen kann. Sanftes Walken oder je nach Gewöhnung auch kurze Wanderungen oder Jogging-Runden an der frischen Luft sind als Sport in der Schwangerschaft ebenfalls noch erlaubt, sofern sich die Frau dabei gut fühlt.

Sport in der Schwangerschaft – eine Frage der Gewohnheit

Dass eine Schwangere keine harten Schläge gegen den Bauch riskieren darf und in der Schwangerschaft kein rapider Muskelaufbau mehr möglich ist, ist natürlich naheliegend. Ob und wie viel Sport in der Schwangerschaft betrieben werden kann, hängt letztendlich aber von den Gewohnheiten der werdenden Mutter ab. Manche Schwangere joggen fast bis zum Tag der Geburt, andere sind schon im ersten Trimester so erschöpft, dass nicht einmal mehr ein Spaziergang in Frage kommt. Im Zweifelsfall sollte die behandelnde Hebamme oder ihre behandelnde Gynäkologin gefragt werden, ob medizinisch etwas gegen den Sport spricht.

Sport für Schwangere: Diese Sportarten sind gut für Sie!

Wer vor der Schwangerschaft sportlich aktiv war, kann und möchte dies in der Schwangerschaft nicht aufgeben. Das ist durchaus verständlich. Schließlich ist Sport gesund, hält fit und bereitet den eigenen Körper auf die bevorstehende Aufgabe der Geburt bestens vor. Aber welchen Sport für Schwangere gibt es und auf was sollte man achten? Nicht jede Sportart ist in der Schwangerschaft gut für Sie. Aber es gibt genügend Alternativen. Soweit nicht anders von Ihrer Hebamme oder Ihrer Frauenärztin verordnet, können Sie folgende Sportarten in der Schwangerschaft ausüben:

Diese Sportarten sind ok!

Soweit nicht anderes verordnet, kann eine der folgenden Sportarten bedenkenlos in der Schwangerschaft ausgeübt werden.

  • Schwimmen
  • Walken
  • Yoga
  • Pilates
  • leichte Gymnastik
  • Aerobic
  • Meditation zur Entspannung
  • Aqua-Fitness

Sport für Schwangere ist eine super Sache

Solange aus medizinischer Sicht nichts dagegen spricht, sind diese Sportarten in der Schwangerschaft voll ok! Achten Sie darauf, dass es sich nicht um Extremsportarten handelt. Schützen Sie Ihren Bauch, überanstrengen Sie sich nicht. Besprechen Sie mit Ihrer Hebamme oder Ihrer Ärztin, welcher Sport für Schwangere am besten geeignet ist und welche Sportarten für Sie am günstigsten ist. Fangen Sie jedoch keine neuen Sportarten an während Ihrer Schwangerschaft an.

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