Rauchen und stillen! Erfahrungen, Auswirkungen, Folgen!

rauchen und stillen geht das?
Ist rauchen und stillen erlaubt? Fotolia - 85655731 - Concept of child abuse - Smoking in vicinity of children © michaklootwijk

Rauchen in der Stillzeit, geht das? Klares Nein! Das geht nicht! Jetzt hat man doch schon in der Schwangerschaft mit dem Rauchen aufgehört. Wieso muss man dann plötzlich in der Stillzeit wieder damit anfangen? Hier lesen, was stillende Mütter über die giftigen Glimmstängel und deren Gefahren in der Stillzeit wissen sollten.

Rauchen in der Stillzeit

Eines vorweg: ich habe geraucht. Viel geraucht. Und ich habe aufgehört. Es war schwer, aber mein Kind war mir wichtiger! Warum also in Gottes Namen muss man in der Stillzeit unbedingt rauchen? Nicht nur medizinisch sondern auch moralisch ist das Rauchen beim Stillen mehr als nur fragwürdig. Heutzutage sollte jedem hinlänglich bekannt sein, dass das früher als so schick angesehene Rauchen mittlerweile einen sehr üblen und todbringenden Beigeschmack bekommen hat. Rauchen und stillen passt einfach nicht zusammen. Bitte nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, um zu verstehen, was Sie ihrem Kind damit antun!

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Das sagt das Bundesinstitut für Risikobewertung

Zitat: „…Wenn das Stillen nicht so wichtig für das Gedeihen des Kindes wäre, müsste man Ihnen vom Stillen abraten…“. Mehr muss man wohl nicht dazu sagen! Es ist nachgewiesen, dass das Nikotin Schäden bei einem Säugling verursacht, wenn man in der Stillzeit rauchen möchte. Ebenfalls sinkt die Motivation bei Müttern die rauchen und stillen im Gegensatz zu nichtrauchenden stillenden Müttern. Die Konzentration von Nikotin in der Muttermilch kann bis zu 1,5 Stunden von einer einzigen Zigarette nachgewiesen werden. Rauchen in der Stillzeit erhöht die Gefahr auf den plötzlichen Kindstod! Gerade wenn in Gegenwart des Kindes oder in geschlossenen Räumen geraucht wird.

Rauchen und stillen verringert die Milchbildung. Die Anzahl der gerauchten Zigaretten steht eindeutig im Zusammenhang mit einer verminderten Menge an Muttermilch. Je mehr geraucht wird, desto weniger Milch wird produziert.

Kippe und Kinderwagen

Neulich erst wieder gesehen: junge Mutter mit zwei Freundinnen (ebenfalls frisch gebackene Mütter) genossen die schöne Frühlingsbrise in einem Cafe und unterhielten sich dabei. Eine Hand am Kinderwagen, in der anderen eine Zigarette. Alle drei! Sie unterhielten sich angeregt über ein Thema, welches ich nicht mitbekommen habe, merkten aber nicht, dass die leichte Frühlingbrise den Qualm und den Dunst der Zigarette und die Rauchfontänen aus ihren Lungen geradewegs in den Kinderwagen blies. Und nicht nur das.

Als ein Kind dann irgendwann das Schreien anfing, musste sich eine Mutter entscheiden. Kippe oder Kind? Meine Beobachtung fand einen Mittelweg, der ihr beides möglich machte. Die linke Hand, in der sie die Zigarette hielt, wurde demonstrativ weit vom Körper weggestreckt, um dann mit der rechten Hand das Baby irgendwie heraus zu nehmen und an den Körper zu schmiegen. Da das Baby aber auch locker seine 3,5 Kg hatte konnte sie es nicht lange mit einem Arm halten. Was ist passiert? Ja, der weit weggestreckte Arm kam zur Unterstützung. Mit Kippe! Nur? Was macht man jetzt mit der Kippe? Ausmachen? Freundin geben? Wegschmeißen? Richtig! Erstmal einen kräftigen Zug als Belohnung für die fürsorgende Mutter. Niveau wo bist Du?

Nikotin in der Muttermilch?

Ist es möglich, dass Nikotin in die Muttermilch übergeht? Wie lange bleibt Nikotin in der Muttermilch? Ja, selbstverständlich. Nikotin kann in der Muttermilch nachgewiesen werden. Und das bis zu 1,5 Stunden nach einer einzigen Zigarette! Und das ist nicht mal das Schlimmste. Krebserregende Stoffe gehen ebenfalls in die Muttermilch über. Verstanden? Krebserregende Stoffe gehen ebenfalls in die Muttermilch über. Nochmal?

Mal über den eigenen Horizont hinaus schauen

Rauchen und stillen ist ja nicht nur schädlich für Ihr Kind. Rauchen schadet Ihnen selbst ja noch viel mehr. Was ist, wenn Sie auf Grund des Rauchens krank werden und sich nicht mehr um Ihr Kind kümmern können? Haben Sie mal daran gedacht? Sie sollten endlich aufhören zu rauchen! Selbst wenn man „nur“ 3 bis 4 Zigaretten am Tag raucht, schadet dies Ihrer Gesundheit und der Ihres Kindes!

Achtung Wortspiel: Muss man unbedingt das Verlangen nach dem Rauchen stillen? Kann man die Glimmstängel nicht einfach aus lassen?

Mal abgesehen von den gesundheitlichen Aspekten:

Man stinkt! Man stinkt furchtbar! Der beißende Gestank einer Zigarette frisst sich tief in Haut, Harre und Kleidung. Und aus dem Rachen stinkt man wie ein zwei Wochen alter, voller Aschenbecher! Und das alles muss Ihr Kind riechen. Gerade in der frühen kindlichen Entwicklung ist der „Geruch von Mama“ ganz wichtig für Säuglinge. Mamas Körpergeruch vermittelt Geborgenheit, Wärme und Liebe. Da passt rauchen und stillen jetzt nicht wirklich hinein. Der beißende Gestank einer Zigarette verfälscht den natürlich Geruch. Ihren eigenen Geruch.

Durch Nikotin Schäden beim Säugling verursachen

Akute Gefahren beim Rauchen und Stillen sind vielfältig. So tritt bei Säuglingen häufig eine innere Unruhe auf, Koliken und Erbrechen sind häufiger als normal, das Saugvermögen / bzw. die Ausdauer zu saugen sinkt enorm und die Gewichtszunahme leidet! Über die Spätfolgen für Ihr Kind kann allerdings bisher nur spekuliert werden. Da aber auch ein Großteil des Rauchs direkt über die Lunge des Säuglings aufgenommen wird, können vermehrt Atemwegserkrankungen auftreten.

Empfehlung zum Rauchen und Stillen

Wenn Sie einfach nicht mit dem Rauchen aufhören können, gibt es folgende Regeln, die Sie beachten sollten:

  • Niemals in Gegenwart des Kindes rauchen
  • so wenig wie möglich rauchen
  • nach jedem Rauchen ausreichend Zeit bis zum nächsten Stillen verstreichen lassen
  • Danach immer Hände waschen
  • Niemals in geschlossenen Räumen rauchen
  • Zum Rauchen immer raus an die frische Luft gehen
  • Das Baby nicht mit dem Zigarettenqualm in Kontakt kommen lassen

Fazit

Rauchen und stillen geht eigentlich gar nicht. Als Mutter hat man eine ganz besondere Aufgabe. Eine Aufgabe, das Kind zu beschützen, zu hüte und zu ernähren. Es soll in einem gesicherten Umfeld aufwachsen und möglichst von giftigen schädlichen Stoffen fern bleiben. So auch vom Rauchen in der Stillzeit!

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