Ist Honig in der Schwangerschaft erlaubt?

Ist Honig in der Schwangerschaft erlaubt?

Vielleicht stellt ihr euch auch die Frage, ob ihr in der Schwangerschaft Honig essen dürft und ob dieser eurem Baby während des Stillens Schaden zufügen könnte. Dieser Beitrag verrät euch, wie Honig bei Säuglingen wirkt und ob das auch auf Schwangere zutrifft.

Ist Honig in der Schwangerschaft erlaubt?

Wichtige Informationen kurz zusammengefasst

 

  • Honig essen ist für Schwangere unbedenklich
  • Stillende können ebenfalls Honig konsumieren
  • Honig enthält viel Zucker, daher sollte er nur maßvoll gegessen werden
  • Für Säuglinge unter 12 Monaten geht von Honig eine Gefahr aus (Botulismus und Lebensgefahr durch Lähmungen)

 

Welche Vorteile hat Honig für Schwangere?

Honig ist süß und wohlschmeckend. Wenn ihr nicht an Allergien leidet, ist er wirklich ein richtiges Kraftpaket aus der Natur.

  • kalorienarm
  • verhindert Heißhungerattacken
  • alternativer Süßstoff
  • hilft gegen Erkältungen
  • unterstützt die Immunabwehr

Kalorienarm

Honig ist kalorienärmer als normaler Zucker. Besonders Frühlingshonig mit wenig Fruchtzucker bewahrt euch vor Gewichtszunahme.

Verhindert Heißhungerattacken

Wenn ihr unbedingtust auf Süßigkeiten habt, bereitet euch doch einfach ein Brot mit Honig zu. Das ist gesünder als die anderen kalorienreichen Snacks

Alternativer Süßstoff

Honig ist nicht nur kalorienarm, sonderm auch nährstoffreich und gesundheitsfördernd. Dadurch eignet er sich als Alternative zum Süßen von Tees.

Hilft gegen Erkältungen

Durch seine antibakterielle Wirkung hilft Honig gegen Erkältungssymptome sowie Hustenreiz. Halsschmerzen kann er lindern und auch gegen Entzündungen hilft er gut.

Unterstützt die Immunabwehr

Honig enthält Antioxidantien, die die Immunabwehr und hat eine basische Wirkung. Dadurch wird der Säure-Basen-Haushalt im Körper wieder ausgeglichen.

Wie viel Honig ist für Schwangere unbedenklich?

Bis zu 5 Teelöffel am Tag sind absolut unbedenklich.

Wenn ihr zu viel Honig während eurer Schwangerschaft esst, könnt ihr Durchfall, Verstopfungen, Magenkrämpfe oder Blähungen bekommen.

Ein Tipp:

Wenn ihr sicher sein wollt, einen unbelasteten Honig zu kaufen, dann nehmt nur Frühjahrsblütenhonig. Pflanzen, die Pyrrolizidinalkaloide bilden, zum Beispiel Wasserdost oder Jakobs-Kreuzkraut, blühen während der Sommerzeit. Daher kann nur Sommerhonig mit den Pyrrolizidinalkaloiden belastet sein. Am besten kauft ihr regionalen Honig.

Warum sollten Schwangere Honig dennoch nur maßvoll genießen?

Honig zählt als gesundes Nahrungsmittel, aber enthält trotzdem viel Zucker, nämlich etwa 80 Prozent. Somit bringen es 100 g auf rund 300 Kalorien. Genießt ihn also maßvoll, ansonsten werdet ihr euch lästige Pfunde aufhalsen. Möglich ist auch eine Schwangerschaftsdiabetes. Zwar soll Honig laut Studien gegen Diabetes wirken, doch das gilt nur für normale Diabetes.

Warum ist Honig riskant für Säuglinge?

Es sind einige Gründe bekannt, weshalb ihr Kleinkindern keinen Honig geben solltet. Vorwiegend sind Bakterien sowie Infektionen der Grund, denn diese können den noch jungen Darm besiedeln.

Botulismus

Das Bakterium namens Clostridium ist das größte Risiko für Säuglinge. Dieses kommt zwar nur selten im Honig vor, doch kann es den Darm besiedeln und dort giftig wirken. Diese Erkrankung ist als Botulismus bekannt. Als Folge können Lähmungserscheinungen auftreten, die lebensgefährlich bis tödlich sein können.

Es ist also nicht verwunderlich, wenn ihr euch als Schwangere fragt, ob ihr euer ungeborenes Baby durch das Essen von Honig während eurer Schwangerschaft oder Stillphase gefährdet.

Seid beruhigt, es besteht keine Gefahr, wenn ihr in eurer Schwangerschaft Honig esst.

Es wurden bei vielen Honigproben Tests auf das Bakterium Clostridium botulinum vorgenommen. Es wurde nur in 1 Prozent des Honigs nachgewiesen.

Die Empfehlung ist daher, dass Honig für Kinder unter 1 Jahr nicht geeignet ist, doch für Kinder ab 1 Jahr sowie Erwachsene ist er ein gesundes Lebensmittel.

Selbst wenn das Clostridium botulinum in einem Honig vorkommen sollte, wird es dem Körper eines erwachsenen Menschen nicht schaden, denn andere Bakterien und Magensäure beseitigen es sogleich.

Somit könnt ihr während eurer Schwangerschaft beruhigt Honig zu euch nehmen.

Außer vor Botulismus fürchten sich einige noch vor anderen Risiken, welche der Honig mitbringen könnte wie Toxoplasmose, Listeriose sowie Pyrrolizidinalkaloiden. Wie verhält es sich damit?

Toxoplasmose

Das Toxoplasmose-Bakterium kommt in Honig gar nicht vor. Schwangere müssen sich daher nicht sorgen.

Listeriose

Listeriose ist eine Infektionserkrankung, welche in der Regel von einer Infektion durch Lebensmittel herrührt. Sie kann schwere Komplikationen während einer Schwangerschaft mit sich bringen. Listerien können im Honig vorkommen, aber da er viel Zucker enthält und antibakteriell wirkt, haben die Listerien keine Chance auf Vermehrung und Ansiedelung. Honig ist in Bezug auf Literiose also unbedenklich für werdende Mütter.

Pyrrolizidinalkaloide

Pyrrolizidinalkaloide sind Inhaltstoffe in Pflanzen, deren Leberabbauprodukte Krebs auslösen können. Im Jahr 2013 wurde festgestellt, das Tees und Kräutertees zum Teil hohe Anteile an Pyrrolizidinalkaloiden enthielten. Davon war sogar Honig betroffen.fest.

Für erwachsene Menschen besteht hier kein Risiko, aber für Säuglinge und Kinder. Auch ihr als Schwangere müsst nichts befürchten, wenn ihr Honig esst.

Doch jetzt reicht es mit Befürchtungen. Viel schöner sind doch die Vorteile von Honig während einer Schwangerschaft.

Fazit

Von Honig geht für Schwangere keine Risiko aus. Er wirkt sogar positiv, denn er ist ein hilfreiches Mittel gegen Erkältungen und Husten. Er enthält zahlreiche Mineralstoffe, Vitamine sowie Spurenelemente. Konsumiert ih wegen seines vielen Zuckers maßvoll, um nicht zu viel zuzunehmen.

Ihr könnt Honig auch essen, wenn ihr euer Baby stillt. Er geht nicht in die gute Muttermilch über. Honig ist aber nichts für euer Baby, denn hier besteht eine Botulismusinfektionsgefahr. Der Erreger kann lebensgefährliche Lähmungen auslösen.

Manche Leute empfehlen das Einreiben der Brustwarzen mit Honig, denn das soll die beanspruchte Haut pflegen. Das mag durchaus richtig sein, aber reibt euch nicht die Brustwarzen mit Honig ein, solange ihr stillt. Euer Baby nimmt dann den Honig auf und das wäre riskant für sein noch nicht entwickeltes Immunsystem.

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Über Nicole 85 Artikel
Nicole, Autorin seit der ersten Stunde, ist freiberufliche Hebamme mit eigener Praxis. Sie hat in Ihren 30 Jahren Berufserfahrung nichts erlebt, was es nicht gibt. Sie blickt auf einen sehr großen und tiefreichenden Erfahrungsschatz zurück, den sie hier mit euch teilt.